Dienstag, 24. August 2010

01. AMON: The XX - Crystalized

GEWINNER: Platz 01 (179 Punkte):
The XX - Crystalized


Ältere Semester erinnern sich vielleicht noch an die Londoner Punk-Formation X-Ray Spex, ansonsten ist die Liste der mit dem Buchstaben "X" beginnenden Popular-Bands eher schmal. Bei The XX stellt sich außerdem noch die Frage der korrekten Aussprache. The "Ex Ex" sei da die einzig richtige Wahl, erfährt man aus Bandkreisen.
Alleine die Ästhetik dieser zwei aufeinander folgenden Buchstaben soll es gewesen sein, die sofort alle beeindruckt habe, behaupten Oliver Sim (Gesang, Bass), Romy Madley Croft (Gesang, Gitarre), Baria Qureshi (Keyboards, Gitarre) und Jamie Smith (Beats), die sich hinter The XX verbergen. Somit führt auch der vermeintliche Namenslink zu der weiblichen Erbinformation XX ins Leere.
Das Quartett stammt aus Putney, einem Bezirk in Südwest-London. Dass die vier dort auf eine Schule gingen, die bereits in den Lebensläufen von Hot Chip-Mitgliedern und bei William Bevan aka Burial auftaucht, ist jedoch mehr Zufall als soundtechnischer Verweis.
Die Geburtsdaten der Jungs und Mädels datieren alle um das Jahr 1990, was angesichts der offensichtlichen Nähe zu 80er New Wave zumindest verwundert. Bereits im zarten Alter von 15 bringen The XX das Selbstvertrauen auf, ihre im Proberaum zusammen geschraubten Songs vor Londoner Publikum aufzuführen.
Richtig Fahrt nimmt der XX-Dampfer aber erst 2008 auf, als auch die Hypemaschine NME die Band als Konzerttipp listet. Zu diesem Zeitpunkt ist die Band schon beim Young Turks-Label (Holy Fuck) untergekommen und grast ihr Song "Crystalised" (mit Aaliyahs "Hot Like Fire" als B-Seite) bereits hunderte Blogs und Online-Features ab.
Das Soundbild von The XX beherrschen filigrane Keyboard-Linien, die von beinahe zerbrechlichen Beats und dem Wechselgesang von Croft und Sim umhüllt werden. Diese Liebe zum Sublimen macht ihr Debütalbum "XX", das 2009 bei XL Recordings erscheint, zu einer aufsehenerregenden Veröffentlichung.
Die Tatsache, dass The XX neben Aaliyah auch den 80er Jahre-Song "Teardrop" von Womack & Womack coverten, entfacht in der Musikpresse eine heiße Diskussion um den möglichen R'n'B-Einfluss in den Soundkosmos der Band. Sample-Chef Smith, der auch das Debütalbum produzierte, tritt nebenher immer mal wieder als Remixer in Aktion (Magic Wands, "Warrior"). Auch der Ausstieg von Keyboarderin Qureshi Ende 2009 wegen Erschöpfung hält die Band nicht auf.

02. SARA: Editors - Smokers outside the hospital

Platz 02 (168 Punkte):
Editors - Smokers outside the hospital

Bisher war es immer so, dass wenn ein Künstler oder eine Band mit 2 verschiedenen Songs für den RST-Songcontest abgegeben wurden, dass einer Titel gut abschnitt, der andere nicht. In diesem Jahr ist das anders:
Die EDITORS schaffen diesmal den Sprung mit beiden Abgaben den Sprung in die Top 10 - wie gesehen mit PAPILLON auf Platz 8, mit dem älteren SMOKERS OUTSIDE THE HOSPITAL sogar fast die Spitzenposition. Meinen herzlichsten Glückwunsch dazu! Wer Informationen über die Band haben will schaut am besten unter dem Platz 8, oder auf der Bandhomepage http://www.editorsofficial.com/ .




Montag, 16. August 2010

03. MAIK: Florence And The Machine - You've got the Love

Platz 03 (166 Punkte):
Florence And The Machine - You've got the Love

Hinter dem an sich harmlosen Etikett Indiepop verbergen sich oft die interessantesten Stilmixturen. Im Fall der britischen Formation Florence And The Machine zum Beispiel eine wilde Mischung aus Soul, Folk und Punk, oder wie Frontfrau Florence Welch erklärt: "Die Musik, die Lily Allen oder Kate Bush machen würden, wären sie, eingesperrt in einen Käfig voller Schlangen, im Keller eines Beerdigungsinstituts in Louisiana aufgewachsen."
Ganz so schlimm verläuft Welchs Kindheit jedoch nicht. Die 1987 in London geborene Sängerin und Songwriterin wächst als Tochter eines Werbefachmanns und einer Kunsthistorikerin auf. Bis heute sieht sie in der bildenden Kunst eine wichtige Inspirationsquelle. Darüber hinaus bereitet allerlei Alltägliches den Nährboden für ihre bildreichen, oft makaberen Texte. Um ihre Lyrik wirkungsvoll in Szene zu setzen, schart die Chanteuse ihre Begleitband The Machine um sich. Die Gruppe tritt in wechselnder Besetzung auf, zum Kernteam gehören allerdings Robert Ackroyd (Gitarre), Christopher Lloyd Hayden (Schlagzeug), Isabella Summers (Keyboards) und Tom Monger (Harfe).
Über den wuchtigen Klangfundamenten der Truppe thront versiert und energisch Welchs Stimme. Die beeindruckt bereits in frühen Kindertagen im Kreis der Verwandtschaft, wenn die kleine Florence bei Hochzeiten wie Beerdigungen singt. Außerdem tanzt sie leidenschaftlich gerne auf der Plattentruhe ihres Vaters. Darin befinden sich Alben von The Smiths und Velvet Underground. Ihre Mutter sorgt mit Tom Jones und den Monkees für die nötige Abwechslung.
Mit elf Jahren nimmt Welch ihre ersten Gesangsstunden. Die Jungmusikerin übt italienische Arien und Soul-Nummern von Dusty Springfield. "Es war eine eigenartige Mischung und ich denke, von ihr habe ich meine große Bandbreite", erinnert sie sich. Zudem steht sie auf die White Stripes und Kate Bush. Angeregt von dem bunten Durcheinander komponiert die Nachwuchskünstlerin schon bald eigene Stücke.
Im fortgeschrittenen Teenager-Alter verpflichtet sich die Songschreiberin ganz der Punk-Bewegung. Entsprechend gestylt begibt sie sich auf zahlreiche Konzerte angesagter Genre-Bands: Ihre Helden heißen Green Day und Nirvana. Mit The Toxic Cockroaches sammelt die Jungmusikerin erste Banderfahrung. Nach einer eher mäßig erfolgreichen Schullaufbahn beginnt Welch ein Kunststudium am Londoner Camberwell College Of Art. Dort besucht sie die Gigs einiger College-Bands. Das verstärkt ihre Vorliebe für verrückte Outfits und theatralische Bühnenshows noch weiter.
2006 kommt es schließlich zu einer schwerwiegenden Begegnung: Auf der Toilette eines Londoner Clubs trifft die betrunkene Florence Welch auf Mairead Nash, eine Hälfte des DJ-Duos Queens Of Noize. Welch wittert die große Chance und gibt ihrem erstaunten Gegenüber einen Song der Blues-Legende Etta James zum Besten. Die DJ ist begeistert. Sie lässt sich nicht lange bitten und übernimmt bereitwillig das Management der aufstrebenden Musikerin. Florence bricht ihr Studium ab und macht sich ans Debütalbum. Einen ersten Eindruck der Platte vermitteln die Singles "Kiss With A Fist" und "Dog Days Are Over" - die Tracks schlagen bei Kritikern und Trendscouts ein wie eine Bombe. Umjubelte Liveshows tun ihr Übriges.
Noch bevor der Erstling "Lungs" im Juli 2009 erscheint, erhalten Florence und ihre Machine die wirksame Unterstützung der BBC. Dank der Promo dieser Institution kann sich die Formation über Zusagen der renommierten Festivals Glastonbury und Reading and Leeds freuen. Zudem spielt sie im Vorprogramm solch angesehener Kollegen wie MGMT oder Blur und ist Teil der NME Awards Tour 2009, die zusätzlich White Lies, Friendly Fires und Glasvegas featured. Im Februar 2009 gewinnt Welch den Critics' Choice Award der Brit Awards, eine Auszeichnung für Newcomer, die noch kein Album veröffentlicht haben.
Bei all dem Zuspruch wundert es nicht, dass Florence Welch sehr zufrieden auf ihr gegenwärtiges Leben blickt. "Ich habe meinen idealen Job", erzählt sie. "Mir gefällt das Singen, mir gefällt das Tanzen, mir gefällt es, Trommeln zu schlagen und mich verrückt anzuziehen, und jemand bezahlt mich dafür - es ist unglaublich." Dog days are over for now ...

Freitag, 13. August 2010

04. PASCAL: Bosse vs. Frida - Sommerlang

Platz 4 (164 Punkte):
Bosse vs. Frida - Sommerlang

Unser mit Abstand jüngste Mitspieler erreicht in diesem Jahr einen fulminanten 4. Platz:
Poprock aus Braunschweig - das konnte, das musste schief gehen. Nicht nur für Axel Bosse selbst kann das Gras gar nicht schnell genug wachsen über seine Ex-Band Hyperchild. Jugendsünden wie das "Wonderful Life"-Cover, mit dem die Erstband zweifelhaften Ruhm erlangt, sollen hier nicht Thema sein. Stattdessen richtet sich der Scheinwerfer auf Herrn Bosse in solo und sein gleich benanntes Deutschrock-Ding.
Wobei das Debütalbum "Kamikazeherz" ziemlich viel Licht schluckt, so dass es schon Halogen und einige tausend Watt sein dürfen. Gute-Laune-Musik machen schließlich schon genug andere, weswegen Axel sich in weiten Teilen auf Gesellschaftskritik verlegt. Bei ihm explodieren Herzen, während Stadtastronauten über Müllkippen hinweg jagen. Frische impulsive Lyrics, die wohl tun in der Flut der mediokren Deutschsing-Acts.
Die musikalische Backing-Band besteht übrigens aus Uncle Ho- und Heyday-Mitgliedern, rockt also recht brettig daher. Bosse bleibt dennoch stets im (erweiterten) Poprahmen. Die Fehlfarben zitiert er, und auch ein fiependes Duett mit Paulas Elke Brauweiler findet sich auf der Platte.
Entstanden sind die abwechslungsreichen Songs zwischen New Wave, Grunge und epischem Rock unter der Sonne Valencias. Dort gönnte sich der heute in Berlin lebende Romantiker eine ausgiebige Pause nach dem Aus der Jugendband, ließ die Seele sprichwörtlich baumeln und sammelte Ideen für ein Soloprojekt. Zurück in hiesigen Gefilden geht er mit Guano Apes-Produzent Wolfgang Stach ins Studio und verewigt sich mal eben mit einem Dutzend Stücke. Ganz ohne Druck.
Die rebellische erste Single "Kraft" ist das Resultat. Bosse ergattert vom Start weg Spitzenplätze in den Playlisten von 1Live und Radio Fritz - Capitol erkennt Axels Potenzial zuerst und nimmt ihn unter Vertrag. Die Single kommt wenig später auch in die Plattenläden der Republik. Bosse geht mit Such A Surge auf Tour, und wieder passiert alles ganz schnell: Gerade noch von den begeisterten Fans per Zugabe verabschiedet, verpasst der gebürtige Berliner seinen Songs den letzten Feinschliff, und im April geht "Kamikazeherz" in die CD-Presse.
Ob Bosses Luft länger vorhält als die Deutschrockwelle? Tief durchatmen und sich erholen kann er vorerst vergessen. Das sieht das Label ganz ähnlich und veröffentlicht schon wenig später "Guten Morgen Spinner". Wieder erzählt der Neuhamburger Geschichten aus dem Alltag, von Sehnsüchten und Verlierern, dem kleinen Glück zwischen Gartenzwergen und dem großen Gefühl des Aufbruchs.
Und dann kommt sie doch, eine lange Atempause. Zweieinhalb Jahre braucht Bosse um endgültig zu sich selbst zu finden. Er trennt sich von seinem Label EMI, bastelt an neuen Songs, komponiert für Kollegen wie Kim Frank und betätigt sich als Produzent. Inspiration findet er auf zahlreichen Reisen. Der umtriebige Künstler pendelt zwischen Hamburg und der Türkei, wo seine Frau, eine erfolgreiche Schauspielerin, und die Tochter leben. In Unplugged-Konzerten lernt er die Reduktion des Klangkostüms zu schätzen.
So nistet sich der Musiker einige Zeit später im Wohnzimmer des renommierten Produzenten Jochen Naaf ein, der schon PeterLicht und Polarkreis 18 mit einem Spannenden Sound ausstattete. Gemeinsam werkeln sie am dritten Album. "Taxi" soll vor allem Mut machen, jenseits sämtlicher Klischees und Sparten, erklärt der Songwriter.

Donnerstag, 12. August 2010

05. BJÖRN: Vampire Weekend - White Skies

Platz 05 (160 Punkte):
Vampire Weekend - White Skies

Selbst ist der Mann. Das gilt auch für Vampire Weekend. Trotz New Yorks urbanem Überangebot an Hipstern schafft es die Band, ganz ohne Management oder Label drei Touren zu organisieren und sich allmählich als Hype-Thema der Stadt zu etablieren. Dabei scheint das Quartett so uncool wie kaum ein anderes. Man trägt Lacoste-Polos, spielt Konzerte auf Mottoparties und hört am liebsten afrikanische Musik.
Das 1986er Album "Graceland" von Paul Simon gilt ebenso als musikalischer Einfluss wie die späten Talking Heads. Das Ergebnis ist ein polyrhythmischer Mix aus Afrobeat, New Wave, Punk und Indiepop, sowie stilistische Andeutungen von so ziemlich allem, was man unter dem Begriff Weltmusik versteht.
Sänger und Gitarrist Ezra Koenig und Drummer Chris Tomson spielen bereits vorher unter dem Pseudonym L'Homme Run gemeinsam trashige Hip Hop-Songs. Auf dem Campus der Columbia-Universität treffen sie auf Bassist Chris Baio und Keyboarder und Produzent Rostam Batmanglij. Letztgenannter macht 2009 mit Ra Ra Riots Wes Miles mit dem Elektro/R&B-Projekt Discovery von sich reden.
Aber zurück zur Hauptband: Koenig ist gerade dabei, mit Freunden einen Film namens "Vampire Weekend" zu drehen und mangels eigener Kreativität ist die Entscheidung schnell gefallen. Es kommt zur ersten Show vor geladenen Freunden, bei der nächsten dürfen die Freunde wiederum auch ihre Freunde mitbringen und kurz darauf sind die bespielten Klubs voll. Die New York Times berichtet bald über ein Konzert und von da an kommt der ganz große Erfolg.
Um Enttäuschungen zu vermeiden setzt sich das Quartett keine Ziele und erwartet nicht viel von der musikalischen Zukunft. Das hält die Band jedoch nicht davon ab, über ein Jahr an ihrem Debüt zu arbeiten. Da Baio nach der Fertigstellung vorerst noch durch die Lehranstalt örtlich gebunden ist, schließt sich eine ausgiebige Tour aus. Das selbstbetitelte Debüt wird vorerst zurückgehalten.
Noch vor der verzögerten Veröffentlichung über das britische Indie-Label XL Recordings hat die Band, dem Internethype sei Dank, einen Auftritt bei David Letterman im Sack und führt im The Hype Machine-Blog die Most-Searched-Kategorie an. "Cape Cod Kwassa Kwassa", ein Track in Anlehnung an einen kongolesischen Tanz der 80er, erscheint sogar noch im Vorjahr in des Rolling Stone's Liste der 100 besten Songs 2007.
Texte über Mansardendächer und Kommasetzung sind ebenso stilbildend, wie Songwidmungen an Metallica. Das Blog The Bwog trifft den Nagel auf den Kopf und lobt die Band in folgenden Worten: "Vampire Weekend ist so unhip, wie man nur unhip sein kann". Hierzulande erscheint das Debütalbum im Februar 2008, das zweite Album "Contra" folgt knapp zwei Jahre darauf im Januar 2010.
Die Euphorie des Debüts erreicht mit dem Nachfolger ganz neue Dimensionen: "Contra" steigt in den USA und Kanada auf Platz eins der Charts ein. Damit ist "Contra" das erste Album seit 1985, das es ausgehend von einem britischen Indie-Labeldeal (XL/Beggars) an die US-Billboard Charts geschafft hat. Der Hipster-Hype ist somit wohl endgültig im Mainstream gelandet.

Dienstag, 10. August 2010

06. MELANIE: Joshua Radin - One Of Those Days

Platz 06 (147 Punkte):
Joshua Radin - One Of Those Days


Vielseitigkeit zeichnet den am 14. Juni 1974 in Shaker Heights, Cleveland, Ohio geborenen Künstler Joshua Radin aus. Er ist gleichzeitig als Komponist, Sänger/Musiker und Autor tätig. Zufälle bestimmen oft ein ganzes Leben. In Radins Fall ist es die Freundschaft mit dem späteren Schauspieler und Regisseur Zach Braff, den er während ihrer gemeinsamen Zeit an der Northwestern University kennenlernt.
Nach Beendigung des Studiums ist Radin als Kunstlehrer tätig, steht aber weiterhin in Kontakt mit Braff, der einen gänzlich anderen Lebensweg einschlägt. Er dreht 2003 seinen ersten Kinofilm "Garden State" und fragt den alten Weggefährten, ob er Interesse an einer kleinen Rolle hätte. Joshua sagt zu und beginnt danach, seinen eigentlich klassisch vorgeplanten Lebensentwurf zu überdenken. Von jeher übt er sich im Gitarrespielen und Songschreiben, und findet damit Gehör bei Zach.
Der spielt seit 2001 in der erfolgreichen TV-Serie "Scrubs" die Hauptrolle, und so bekommt Radin die Chance, 2004 seinen Song "Winter" als Soundtrack beizusteuern. Die Reaktionen auf die Nummer sind positiv. Im selben Jahr erscheint mit "First Between 3rd And 4th" die Debüt-EP mit sechs Tracks. Fortan ist der Sänger eine gefragte Größe für TV-Tracks. Selbst eingespielte Kompositionen von ihm sind in Serien wie "Greys Anatomy" oder "One Tree Hill" zu hören.
Einen weiteren Karriere-Schritt markiert die erneute Zusammenarbeit mit Zach Braff für dessen Film "The Last Kiss", bei dem er auf dem Soundtrack in Erscheinung tritt. Es bleibt nicht nur bei Arbeiten für seinen alten Freund. Joshuas Sound kommt an in Hollywood, und seine Titel unterlegen weitere Streifen wie "Closer" und "Catch And Release". Einladungen zu bekannten TV-Shows häufen sich, darunter auch US-Fernsehgröße Conan O'Brien. 2006 folgt dann das erste komplette Studio-Album unter dem Titel "We Were Here".
Mit seiner ganz eigenen Mixtur aus Folk und Singer/Songwriter-Elementen erntet er Lob bei Kritikern und Publikum. Es sind leise Lieder, für die Radin selbst den Begriff Whisper Rock verwendet. Nach Streitigkeiten um die Chartskompatibilität seiner weiteren Arbeiten kauft er sich selbst aus seinem Vertrag heraus. 2008 erscheint der Zweitling "Simple Times" bei einem Independent-Label. Als persönliche Einflüsse nennt Joshua Radin Musiker wie Cat Stevens, Paul Simon sowie Bob Dylan.



Freitag, 6. August 2010

07. MARCO: The Sweet Serenades - Die Young

Platz 07 (143 Punkte):
THE SWEET SERENADES feat. KAROLINA KORNSTAD - DIE YOUNG


Es bleibt ein Mysterium, wie schwedische Menschen es schaffen, selbst in scheinbar durchgeschwitzten Holzfällerhemden stylish auszusehen. Der unbedingte Wille zur Pose? Ach nein, wir spielen doch nur mit dem Naturburschen-Klischee, würde das Duo Sweet Serenades auf derlei Unterstellungen lächelnd entgegnen. Tatsächlich wohnen The Sweet Serenades in Stockholm, pflegen privat einen anderen Modegeschmack und machen Musik, die stilistisch irgendwo zwischen ihren Landsleuten Peter, Björn & John und den Shout Out Louds Platz findet. “Wir jonglieren eben gerne mit Pop-Versatzstücken zwischen beatlesken Popharmonien, angehippten Low-fi-Country und entspanntem Spät-Blumenkindertum. Und pfeifen uns eins dazu. Wir nehmen uns selbst nicht zu ernst, wir flanieren, statt zu marschieren und treiben unseren ironischen, entspannten Schabernack. Hauptsache tanzbar! Hauptsache, dass sich beim Hören ein Lächeln ins Gesicht stiehlt und die Füße leichtfüßig-rhythmisch dazu steppen! Bloß nicht alles so ernst nehmen!“
Martin Nordvall und Mathias Närlund spielen auf ihrem Debüt »BALCONY CIGARETTES« mit allen Klischees, die die Popsong-Geschichte hergibt, von der zickigen Superfrau bis zum eleganten Crooner-Stereotyp. Lassen lässig Zitate fallen. Und können, wie die Beatles, nicht ohne ein wenig Hilfe von ihren Freunden leben. Karolina Kornstad von Club 8 gibt die süßstimmige Muse, wenn es richtig ans bittertränige Herzweh geht, setzt den Kontrapunkt zum augenzwinkernden Rauhbeintum der beiden Hauptmasterminds. Das ist alles nicht tiefgründig, dass ist alles nicht ernsthaft, aber hey: Darum geht es hier auch nicht. Popmusik befreit durch Spaßhaben. The Sweet Serenades haben das perfekt verstanden.



Donnerstag, 5. August 2010

8. PIET: Editors - Papillon

Platz 8 (142 Punkte):
EDITORS - PAPILLON


Referenzen und Vergleiche dominieren so ziemlich jeden Artikel über die Editors, als im Sommer 2005 deren Debütalbum "The Back Room" erscheint. Zu offensichtlich bezieht sich das Quartett aus Birmingham auf große alte Wave-Recken: Joy Division, Echo & The Bunnymen, Psychedelic Furs, Bauhaus. Und erinnert dabei auch an Zeitgenossen wie The Bravery und vor allem: Interpol. Der Vorwurf des Kopistentums ist da leicht bei der Hand, doch wer die eindringlichen Liveauftritte Tom Smiths kennt, wird diesen Verdacht beherzt beiseite wischen. Die vier Buben vom Lande, Tom Smith (Gesang, Gitarre), Chris Urbanowicz (Gitarre), Russell Leetch (Bass) und Ed Lay (Schlagzeug), treffen sich 2001 während ihres Studiums im mittelenglischen Stafford. Ihre Band gründen sie 2003, machen noch brav den Uni-Abschluss und ziehen dann nach Birmingham, die nächstgrößere Stadt und Heimat von UB40 und Slade. So weit, so Un-Rock'n'Roll. Doch der Sound der Editors passt in die Zeit. Die großen Plattenfirmen schicken, aufgeschreckt durch den Erfolg Franz Ferdinands, ihre Vertreter aufs flache Land, um hoffnungsvolle Gitarrenbands zu signen. Auch die Editors erhalten Angebote, entscheiden sich aber schließlich für ein Indie-Label: Kitchenware Records, ehemalige Heimat von Prefab Sprout, haben zwar seit zehn Jahren keine Platte mehr veröffentlicht, bieten der Band aber wohl die interessantesten Perspektiven und das meiste Mitbestimmungsrecht. Mit dem Produzenten Jim Abbiss (Björk, Placebo, DJ Shadow, Kasabian) nehmen die Editors Anfang 2005 ihr erstes Album auf. Die Vorab-Singles "Bullets" und "Munich" sind schnell ausverkauft, letztere erreicht sogar Platz 22 der UK-Charts. Das Debütalbum erscheint im Juli desselben Jahres und verhilft der Band auch in Rest-Europa zu Beachtung in Indie-Kreisen.
Im Sommer 2007 legen Editors mit "An End Has A Start" ihr zweites Album nach. Thematisch bewegen sich die Jungs rund um Smith in düsteren Gefilden. Tod, Krankheit und Verlust dominieren textlich das Album. Die Band bleibt dabei ihrem interpoligen New-Wave treu. Tom Smith fasst das Album mit den Worten "We try to touch on death in a positive way" zusammen. 2009 erschien schließlich das Album "In this Light and on this Evening" mit der Hitsingle "Papillon" und zugehörigem Video, auf dem die Editors musikalisch gesehen neue Wege einschlugen: Sie sind jetzt noch düsterer, verpacken ihren hallenden Gesang in monströsen Synthietürmen, stellen die Gitarren in den Hintergrund. Und als ob das nicht schon genug der Veränderung wäre, geht besagtes "Papillon" als einer de mitreißendsten Discohits des Herbstes durch.

Dienstag, 3. August 2010

9. INGO: The Maccabees - No Kind Words

Platz 9 (141 Punkte):
THE MACCABEES - NO KIND WORDS


Die Geschichte von The Maccabees beginnt unspektakulär. Fünf junge Burschen wachsen in derselben Gegend auf und laufen sich so mehr oder weniger zwangsläufig über den Weg. Dies geschieht in South London und die Jungs heißen Orlando Weeks (Gesang), Hugo White (Gitarre), Felix White (Gitarre), Rupert Jarvi (Bass) und Robert Dylan Thomas (Schlagzeug). Orlando und Robert sind bereits gut befreundet und hängen des Öfteren in Orlandos Zimmer ab, um sich diverse TV-Shows anzusehen und nebenbei Songs zu schreiben. Es folgen Rupert und Hugo. Felix spielt zu dieser Zeit noch mit Jack Penate in dessen Band Jack's Basement. Nach der Auflösung stößt er zur neu gegründeten Band. Und wie kommt man nun auf diesen Bandnamen? Ganz einfach. Man nehme die Bibel zur Hand und blättere so lange, bis man auf die Stelle mit den Makkabäern (Maccabees) trifft, jüdische Freiheitskämpfer, die einst gegen die Unterdrückung durch die Seleukiden kämpften. Bald stehen die ersten Auftritte an. Dabei gehen The Maccabees ziemlich ehrgeizig ans Werk. Gleich zu Beginn nehmen sie an einem Bandwettbewerb teil und erreichen einen zweiten Platz. Blöd nur, dass die fünf Jungs fest mit dem Sieg rechnen und vor lauter Enttäuschung nicht mal ihren Preis abholen. Dafür veröffentlicht Promise Records mit "X-Ray" die erste Single. Der Song bekommt Airplay auf XFM, und kurze Zeit später finden sich The Maccabees auf der Bühne als Vorband der Arctic Monkeys wieder. Und spätestens mit dem Zweitling “Wall Of Arms“ aus dem letzten Jahr, auf dem auch das treibende “No Kind Words“ zu finden ist, wird klar, dass man mit den Süd-Londonern rechnen darf.


Sonntag, 1. August 2010

10. OLIVER: Foals - Spanish Sahara

DIE TOP 10 SIND ERREICHT - und so gehts munter und mit neuem Design weiter:

Platz 10 (133 Punkte):
FOALS - SPANISH SAHARA

In England wird mit Hypes bekanntermaßen nicht gegeizt, was die Foals ("Fohlen") angeht, sind diese aber ausnahmsweise berechtigt, wenn nicht gar Pflicht! Auch wenn Keyboarder Edwin Congreave das eher kritisch sieht: "Hype is like a fever. It makes you feel ill", so der Brite im Interview. Über die entsprechende mediale Starthilfe war er insgeheim sicher doch nicht all zu unglücklich. Schließlich hat das ja auch so seine Vorteile, wenn die Kids nach Lektüre des Lieblings-Musik-Mags in die Plattenläden stürmen und gleich die Scheibe der neuen Überflieger-Band 2008 kaufen. Yannis Philippakis (Gesang, Gitarre) und Jack Bevan (Schlagzeug) sammeln schon als Kinder erste musikalische Erfahrungen. Bevor man unter Regie des ehemaligen Mitglieds und Youthmovies-Frontmanns Andrew Mears 2005 Foals ins Leben ruft, spielen Philippakis und Bevan bei The Edmund Fitzgerald. Die Band löst sich jedoch auf, als alles zu ernst wird und man den Spaß am Musikmachen verliert. Frisch und munter geht es dann gemeinsam mit Jimmy Smith (Gitarre, Keyboard) und Walter Gervers (Bass) in Oxford ans Werk. Smith kennt Gervers aus Schulzeiten und spielt zusammen mit ihm in der Lokalgruppe Face Meets Grill. Zunächst drücken die Jungs noch fleißig die Uni-Bank, doch nur Smith schließt das Studium der Geografie ab, alle anderen hören vorzeitig auf, als man bei Transgressive unterschreibt, und widmen sich lieber voll und ganz der Musikerkarriere.
Begründer Andrew Mears steigt schon bald aus, um sich stärker um Youthmovies anstehendes Album "Good Nature" kümmern zu können. Für ihn kommt Edwin Congreave (Keyboard, Saxophon), den Philippakis in einer Oxforder Bar kennenlernt und das Line-Up ist komplett.
Ihr musikalischer Mix aus Pop, Minimal Techno und Rock, wahlweise als Math-Rock, Dance-Punk oder Art-Rock bezeichnet, lässt diverse Einflüsse erkennen, hauptsächlich aber den des US-amerikanischen Minimal Music-Komponisten und -Pioniers Steve Reich. Außerdem hört Sänger Philippakis auch gerne Mal Radiohead und ist bekennender Sweep The Leg Johnny-Fan. All das behält man im Hinterkopf und macht sich eifrig ans Songschreiben.
Bald finden Foals ein erstes Label. Doch schon kurz nachdem Try Harder Records (Blood Red Shoes, Blanket, Youtmovies) die Single "Try This on Your Piano" herausbringt, wechselt das Quintett und signt bei Transgressive Records (The Young Knives, Polytechnic, Regina Spektor), die ihre Platten fortan auf dem europäischen und Sub Pop Records (Nirvana, The Smashing Pumpkins, The White Stripes), die diese auf dem amerikanischen Markt releasen. Ein erster Live-Sampler ("Foals Live") steht im März 2007 in den Läden. Danach tourt man unermüdlich durchs UK, unter anderem gemeinsam mit The Cribs im Vorprogramm von niemand geringerem als Bloc Party. Zwischendurch erscheinen einige Singles ("Hummer", "Mathletics"). Ende des Jahres werden dann weitere Konzerte gespielt und man tritt so beispielsweise mit New Young Pony Club und Liars auf. Zwischendurch erscheint die Band in diversen britischen Fernsehsendungen und vergrößert kontinuierlich den Bekanntheitsgrad. Tennisliebhaber Philippakis gastiert so zum Beispiel im Comedy-Musik-Quiz Never Mind The Buzzcocks. Und auch die anderen Mitglieder treibt es vor die Kamera, etwa für einen Auftritt in The Culture Show. Ende März 2008 steht das gefeierte Debüt-Album in den Läden, für das zunächst Produzent David Sitek (TV On The Radio) zu Rate gezogen wird. Doch der finale Mix taugt dem Fünfer nicht – Sitek benutzt zu viel Hall-Effekte – und so entscheidet man sich, alles noch mal neu abzumischen. Im Zuge der Debüt-Veröffentlichung geht es abermals auf eine Tour, die Foals auch nach Deutschland bringt und den hiesigen Fans Einblick in die exzellenten Live-Qualitäten der Briten gewährt.
Anstatt dass Foals nun aber den Disco-Punk-Art-Math-Rock ihres Erstlings (oder wie auch immer man ihren Stil nennen will, Shouts und nervöse Gitarren in den höchsten Tonlagen inklusive) noch verzwirbelter, vertrackter, sprich: schräger gestalten, bleibt davon auf ihrem Zweitling praktisch nichts übrig. Foals schalten auf dem 2010 erschienen "Total Life Forever" einen Gang runter, entdecken den Song, widmen sich Emotionen und großen Melodien, was man unter anderem an der ersten Single "Spanish Sahara" schon merken kann.

Samstag, 31. Juli 2010

11. MANUEL (also ich): We Were Promised Jetpacks - This is my House...

Platz 11 (132 Punkte):
WE WERE PROMISED JETPACKS - THIS IS MY HOUSE, THIS IS MY HOME


Mit ihrem Debüt "These Four Walls", das die Jungzwanziger Mitte 2009 auf den Markt bringen, gilt das Quartett als eine der hoffnungsvollsten schottischen Bands. Das Ensemble setzt auf satte Gitarrenwände, dynamische Beats, markante Laut/Leise-Kontraste, eingängigen Melodielinien und ohrgängigen Refrains, die sich mit klagendem und aufbegehrendem Gesang auszeichnen.
Zwischen Euphorie und Melancholie agieren Adam Thompson (Gesang, Gitarre), Michael Palmer (Gitarre), Sean Smith (Bass) und Darren Lackie (Schlagzeug) mit ihren Songs unverkrampft im Spannungsfeld von Postpunk, Indiepop und 80s-Referenzen.
Dass die Combo stilistisch in die Nähe der schottischen Labelkollegen Frightened Rabbit und The Twilight Sad rücken, ist auf deren tatsächlich prägenden Einfluss zurückzuführen: "Es waren diese zwei Bands, die uns zu dem gebracht haben, was wir jetzt sind. Inspiration mag vielleicht ein sentimentales Wort sein, aber es fällt uns kein besseres ein." Daneben schätzen sie artverwandten Bands wie Hot Club De Paris wegen ihrer rauen Gitarrenmuster und The Longcut aufgrund ihrer dichten Soundlandschaften.
2003 kommen die Schulfreunde in Edingburgh zum gemeinsamen Musizieren zusammen, nennen sich We Were Promised Jetpacks und gewinnen prompt den schulischen Battles Of The Bands-Contest. Anschließend spielen sie einige Konzerte und verlieren sich nach dem Schulabschluss kurzzeitig aus den Augen, um schließlich in Glasgow wieder zusammenzufinden und die musikalische Zusammenarbeit zu forcieren.
Ein erster Erfolg stelle sich mit einem Demotape ein, deren drei Tracks diverse UK-Radiostationen ins Programm aufnehmen. Zum Plattenvertrag mit dem englischen Label Fat Cat Records kommt es, nachdem die Label-Verantwortlichen auf der Myspace-Seite von Frightended Rabbit auf die als Freunde gelistete Band aufmerksam werden. Mit dem Song "Roll Up Your Sleeves" präsentieren sie sich dann erstmals auf dem "Fat Cat-Sampler" (2009) neben ausgesuchten Combos des Fat Cat-Rosters; die Single-Veröffentlichung "Quiet Little Voices" schließt sich an.
Die Produktion des Debüt-Longplayers sollte nach der Vorstellung der Bandmitglieder das Gefühl der energetischen Live-Auftritte vermitteln. Peter Katis (Julian Plenti, The National, Frightened Rabbit, Interpol u. a.) mischt das ganze, Produzenten Ken Thomas mastert die Songs.


12. ANDY: Auletta - Meine Stadt

Platz 12 (131 Punkte):
AULETTA - MEINE STADT

"Rizzambaa, Rizzambaa, Morje fängt die Fassenacht aa!"
Die Inspiration zur Gründung einer eigenen Band ereilt die vier jungen Mainzer jedoch nicht im Karneval, sondern eher im Ausland. Alex Zwick saugt in England das Retro-Rock-Revival auf und lernt Gruppen wie The Libertines in ihrem soziokulturellen Umfeld kennen, während Gitarrist und Texter Martin Kloos in Spanien nicht nur Siesta, Wein und feurige Mädels, sondern auch Kontemplation und Muse zum Schreiben findet.
Wieder zurück hebt man gemeinsam mit den Brüdern Jusch und Dan, die mit Schlagzeug und Bass die Rhythmusgruppe bilden, eine am Indie-Sound orientierte Band aus der Taufe. Den passenden Namen findet man während eines gemeinsamen Urlaubs in Italien: Auf einer der unzähligen Ausflügen gelangen die vier Kumpels in ein beschauliches kleines Dorf mit dem Namen Auletta.
Bedeutet der Name auf deutsch "kleine Halle", so werden diese innerhalb kürzester Zeit immer voller. Auletta feiern erste Erfolge im Vorprogramm von Art Brut, Wir Sind Helden oder The Kooks.
Ungewöhnlich für die Art von Sound, singen die Jungs auf Deutsch. Mit ihrer ungezwungen symphatischen Art rocken sich Alex und Co. nach und nach deutschlandweit mit ihren "Heimatmelodien" und der Attitüde zwischen "Pöbelei und Poesie" in die Herzen der Fans.


Donnerstag, 29. Juli 2010

13. OLLI: Does it offend you, yeah? - Epic Last Song

Platz 13 (127 Punkte)
DOES IT OFFEND YOU, YEAH - EPIC LAST SONG

"Regt dich das auf, ja?" Hinausgeschrien aus dem Mund eines Teenagers, als die Mutti gerade mal wieder ins Zimmer rauscht, um auf die enorme Lautstärke hinzuweisen - so könnte auch die Band aus dem englischen Reading auf ihren Namen gekommen sein. Unbändig, aufrührerisch und laut sind schließlich erklärte Eckpfeiler ihres Sounds. Vom renommierten Guardian gabs Anfang 2008 trotzdem erstmal Dresche: Der Bandname stünde an der Spitze eines Trends strohdummer Namenskreationen, hieß es da, in guter Gesellschaft von den Arctic Monkeys, Pigeon Detectives und Joe Lean And The Jing Jang Jong. Was Does It Offend You, Yeah? zumindest von der letztgenannten Londoner Indie-Band unterscheidet, mit denen man bereits gemeinsam tourte, ist erhöhte mediale Aufmerksamkeit auf dem europäischen Festland. Bevor im April 2008 das Debütalbum "You Have No Idea What You're Getting Yourself Into ..." in die Regale kommt, ist das Trio bereits für Intro Intim-Konzerte gebucht und spielt neben Deichkind und den Foals beim Time Warp in Mannheim. Hinter dem langen Bandnamen verstecken sich die Mitglieder Morgan Quaintance, James Rushent, Dan Coop und Rob Bloomfield, die bereits Anfang 2006 beschließen, offensive Electro Disco mit 80s Pop zu vermählen. Den Kern der Gruppe bilden zunächst Dan (Keyboards) und James (Bass), alte Producer-Freunde und Clubbetreiber, die ausgerechnet in der Wohung von James' Freundin erste Songs entwerfen. Gabs da nix besseres zu tun? Kaum waren "We Are Rockstars" und "Battle Royal" komponiert, komplettieren Schlagzeuger Rob und Gitarrist Morgan die Truppe zum Quartett. Zu diesem Zeitpunkt pochte James' Freundin dann wohl auf ihr Heimrecht, denn die Band zieht weiter in ein Studio in Tottenham. Sofern man einen winzigen Raum, den die Katze des Vermieters weiterhin zum Urinieren aufsucht, als Studio bezeichnen will. Trotz des heißen Sommers und dem damit einhergehenden stechenden Geruch in den Räumlichkeiten bringen DIOYY? den Track "Weird Science" zustande. Nun tritt Virgin auf den Plan und bietet den Newcomern einen Vertrag an, dessen finanzielle Rahmenbedingungen ein wenig die Sicht aufs Wesentliche verstellen. Im eilig neu bezogenen Studio auf dem Land gelingt den Vieren nämlich drei Monate lang so gut wie gar nichts. Die frühen, schnell rausgekotzten Nummern schlagen sämtliche neuen, verkopften Songskizzen um Längen. Im Versuch, ein zweites "Weird Science" zu schreiben, mutiert man zur eigenen Coverband. Desillusioniert verordnen sich die Jungs eine Pause, um Abstand zu gewinnen. Und kaum kehrt James wieder in die Arme seiner Freundin zurück, flutscht ihm "Dawn Of The Dead" aus dem Ärmel, ein deutlicher Schritt weg vom pumpenden Dancefloor hin zu lieblichem 80s Pop. Seine anfängliche Unsicherheit verfliegt schnell: Die Bandkollegen und das Label lieben den Song. So gerät das Debüt "You Have No Idea What You're Getting Yourself Into ..." zu einem wüsten Acid Rock/Techno-Pop Spektakel, das Referenzen von The Prodigy über Daft Punk bis zu Justice gelten lässt. Mit Daft Punk verbindet die Truppe außerdem eine gewisse Nähe zu Masken, bereichert um die Anarchie, Fotosessions nur in Teilbesetzung zuzusagen. Die Schmähungen mit dem Bandnamen scheinen den Brüdern allerdings nachzugehen. Auf ihrem MySpace-Profil begrüßen Does It Offend You, Yeah? die potenziellen Fans mit der Warnung: "Wenn du nicht über den Namen hinaus kommst, verpiss dich!"Seit Frühjahr 2009 arbeitet die Band als Trio, da sich Gitarrist Quaintance nunmehr ausschließlich seiner Band Plugs widmet.


Montag, 26. Juli 2010

14. MALTE: Trentemoller - Moan

Platz 14 (125 Punkte)
TRENTEMOLLER - MOAN

In Dänemark kennt wohl fast jeder Clubgänger und Connaisseur elektronischer Tanzmusik den Namen Anders Trentemøller - spätestens seit 2005 auch der Rest dieser Welt. Trentemøller verlagert Anfang der Neunziger seinen Lebensmittelpunkt in die dänische Hauptstadt Kopenhagen mit dem Ziel, dort eine Rockbandkarriere zu starten. Stattdessen gründet er 1997 Dänemarks ersten Live-House-Act Trigbag gemeinsam mit seinem Kumpel DJ T.O.M. alias Tom von Rosen. Mit zahlreichen Konzerten inklusive drei erfolgreicher Auftritte beim Roskilde Festival kommen Trigbag vor allem in der Heimat außerordentlich gut an. Darüber hinaus produzieren die beiden eine Reihe von Remixes und die Single "Showtime", die es in die DJ-Sets der Franzosen Laurent Garnier, Alex Gopher und Etienne de Crécy schafft. Drei Jahre nach der Gründung lösen sich Trigbag auf. Daraufhin nimmt Trentemøller erst einmal eine zweijährige Auszeit vom House. Im Sommer 2003 feiert er ein erfolgreiches Comeback mit der Veröffentlichung der "The Trentemøller EP" auf dem New Yorker Label Naked Music. Die darauf enthaltenen Stücke "Work In Progress" und "Le Champagne" laufen in England auf BBC Radio 1. In Deutschland kommt der Track vor allem bei Steve Bug gut an, der den Dänen später dann unter seine Labelobhut nimmt. Für "Champagne" erhält Trentemøller bei den Danish DJ Awards 2004 die Auszeichnung 'Upfront Release Of The Year'. Desweiteren erhält er von der Jury den Titel 'Producer Of The Year'. Spätestens von diesem Zeitpunkt an ist er auf dem aufsteigenden Ast, wohl auch wegen seiner Remixe und weltweiten Live-Auftritte zusammen mit DJ T.O.M. Sein zuvor eher discoider Electrohouse wandelt sich zu einem aufgeräumten Minimal-Sound, der mit einer auffallenden Direktheit zwischen Techno und House pendelt. Die "Physical Fraction"-EP erscheint 2005 auf Audiomatique Recordings, ein zu diesem Zeitpunkt neu gegründetes Label von Steve Bug. Nachfolgende Tracks sowie das weltweit in Jahrestoplisten abgefeierte Debüt "The Last Resort" werden via Bugs Renommee-Label Poker Flat releast. Letztgenanntes setzt sich in seiner Kopfhörerkompatibilität und Deepness bewusst von Trentemøllers bisherigen, auf Dancefloor und Club orientierten Produktionen ab. In den folgenden Jahren performt der Däne "Last Resort" mit Liveband, produziert Soundtracks für dänische Indiefilme und legt mit "Into The Great Wide Yonder" ein konstrastierendes, kaum noch technoides zweites Album vor. An die Stelle fein ziselierter Elektronik rücken zahlreiche Gastsänger, Vintage-Instrumente und ein analoges Feeling. Wiederholung als einziges No-go.

Donnerstag, 22. Juli 2010

15. GOLDIE: Jamie Cullum - I´m All Over It

15. Platz (124 Punkte):
JAMIE CULLUM - I´M ALL OVER IT


Die Zeitungen beschreiben ihn im Jahr 2004 mit Superlativen wie "Robbie Williams oder auch David Beckham des Jazz". Das Major-Debüt "Twentysomething" verkauft sich in seiner Heimat England so schnell und so häufig wie keine andere Jazz-CD zuvor und steigt bis auf Platz 5 der Pop-Album-Charts. Wahrlich genug Gründe, den jungen Crooner genauer zu durchleuchten.
Jamie Cullum wächst in einem mulikulturellen (Mutter aus Burma, Vater aus Jerusalem) Umfeld auf. Seine Eltern spielen zusammen mit Großvater und Onkel in der Cover-Band 'The Impacts'. Dort sammelt Jamie erste Erfahrungen als Mann am Klavier. Genervt vom Übungsaufwand hängt er das Tastenspiel aber schnell wieder an den Nagel, um sich der elektrischen Gitarre zu nähern. Ziel: Eddie van Halens Solo auf Michael Jacksonss "Thriller". Zu diesem Zeitpunkt ist Jamie 13 Jahre.
Seine weitere musikalische Sozialisation übernimmt neben Vorbildern wie Nirvana und Soundgarden ebenso die ausführliche Jazzplattensammlung seiner Olds. Angefixt von Oscar Petersons Klavierbehandlung wechselt er sein Instrument abermals und sitzt sich fortan den Po auf dem Klavierhocker platt. In seiner jugendlichen Leichtigkeit steigt er schließlich bei den Jazz-Veteranen der Oxford-Szene ein, um in ihrer Rentnerband den Jazz zu verinnerlichen. Die Universitäts-Jahre verbringt Jamie mit intensiven Studien über englische Literatur und Film. Seine selbstgedrehten Celluloids untermalt er natürlich mit der eigenen Musik. Nebenher spielt er in Clubs, Bars, Hotels, Hochzeiten und auf Kreuzfahrtschiffen, um sich mit musikalischen Gelegenheitsgeschäften seinen Unterhalt zu verdienen. Mit diesem Geld finanziert er sein erstes, selbst produziertes Album "Heard It All Before", das er auf eigenen Konzerten erfolgreich verdealt. Der Nachfolger "Pointless Nostalgic" (u.a. mit einem Cover von Radioheads "High And Dry") wird bereits beim Indie-Label Candid veröffentlicht und fällt dem jazzverliebten TV-Moderator Michael Parkinson in die Hände. Seine Samstag-Abend-Show markiert den Wendepunkt seiner Karriere. Parkinson lädt Cullum so oft in seine Show ein, bis sich schließlich zwei Major-Labels um den Crooner balgen. Universal geht als Sieger hervor und produziert das Erfolgsalbum "Twentysomething". Anspruch und Unterhaltung gehen bei Jamie Cullum eine geglückte Ehe ein. Es gelingt ihm mühelos, Jazz und Pop unter einem äußerst gut sitzenden Hut zu vereinen. 2005 wird dann “Catching Tales“ veröffentlicht, bevor Jamie Cullum 2009 mit “The Pursuit“ und den Hitsingles “I’m All Over It“ und dem Rihanna-Cover “Don´t Stop The Music“ seinen bisher größten Erfolg feiern darf.
In den richtigen Händen bedeutet sogar die Vereinbarkeit von Rihanna- und Cole Porter-Songs kein Ding der Unmöglichkeit.



Kleiner Bonus:


Mittwoch, 21. Juli 2010

16. MARTIN W.: Digitalism - Pogo

Platz 16 (121 Punkte):
DIGITALISM - POGO

Jens Moelle und Ismail "Isi" Tuefekci sind Hamburger und basteln unter dem Namen Digitalism Elektro-Banger zusammen. Dabei nehmen sie, wie nicht unüblich in diesem Genre, den Karriereweg über das Remixer-Dasein. Seit 2004 bearbeiten sie Stücke der Klaxons, der Test Icicles oder der Futureheads neu. weiterlesen
Die Resultate können sich hören lassen, laufen Digitalism-Remixe, füllen sich die Dancefloors. Die Singles "Zdarlight" und "Jupiter Room" produzieren sie noch selbst, und siehe da, sie halten auch mit eigenem Material die Massen in Bewegung. Das merken auch die Jungs und Mädels des französichen Elektro-Labels Kitsuné, bei dem die Singles erschienen, und bieten den Hanseaten einen Album-Vertrag an.
Über "Idealism", das Debütalbum, das im Juni 2007 erscheint, sagt Jens, es sei "ein Versuch, die Hand auszustrecken und Strukturen zu schaffen. Aber da ist gleichzeitig dieser Weltraumaspekt. Man verlässt die Erde und lässt sich auf etwas Neues ein."
Gar nicht spacig dagegen klingt die Single "Pogo", die dem geneigten Elektrohörer im Sommer 2007 einige Freude bereitet. In Deutschland erscheint Digitalism über Labels.

Montag, 19. Juli 2010

17. STEPHAN: Skunk Anansie - Squander

Platz 17:
SKUNK ANANSIE – SQUANDER

Beim Aussuchen eines Bandnamens kommt es manchmal zu Kapriolen, die zu Zungenbrechern führen - wie im vorliegenden Fall.
Skunk (Stinktier) und Anansie (ein Fabelwesen aus der Südsee) sollen bei dieser englischen Band Pate gestanden haben, die aus Deborah Anne Dyer aka Skin (Gesang), Martin Ivor Kent aka (Gitarre), Richard Keith Lewis (Bass) und Mark Richardson (Schlagzeug) besteht. Gemeinsam starten sie 1994, um der Welt zu beweisen, dass Crossover noch lange nicht tot ist.
In jenem Jahr tritt die Band in London ins Rampenlicht. Bevor sie einen Longplayer am Start haben, laufen ihre Songs "Feed" und "Selling Jesus" im apokalyptischen Streifen "Strange Days". Nach dem Release von "Paranoid & Sunburnt" geht das Quartett schon richtig steil. Im Vereinigten Königreich sahnen sie zahlreiche Preise und Edelmetall ab.
Im Mittelpunkt aller Aktivitäten steht Skin, zugleich charismatische Frontfrau und Sprecherin der Band. Textlich und musikalisch fährt sie starke Geschütze auf, Politik, Rassen- und Geschlechterdiskriminierung sind feste Bestandteile ihres Themenspektrums. Den absoluten Durchbruch feiern Skunk Anansie mit dem Zweitling "Stoosh" und der Ballade und dritten Single "Hedonism (Weak As I Am)". Das dritte Album setzt diese Erfolgsgeschichte nicht fort.
Die Solo-Ambitionen der Mitglieder treten im Laufe der Zeit immer deutlicher zutage. Nach drei erfolgreichen Alben, weltweit millionenfach verkaufter Platten und acht Hit-Singles geben Skunk Anansie schließlich am 18. April 2001 ihre Auflösung bekannt. So richtig überzeugt aber keine der Soloaktivitäten.
So senkt sich langsam aber sicher der Mantel des Vergessens über die Geschichte von Skunk Anansie ... bis Ende 2008 auf einmal wieder alles ganz anders ist. Zum Zwecke eines Best Of-Albums treffen die vier Skunks wieder aufeinander, spielen Anfang 2009 ein Konzert in Kenia und frischen dabei ihre Freundschaft auf. Schnell ist die alte Energie zurück und resultiert in drei neuen Songs, die das Best Of-Album "Smashes And Trashes" veredeln und weiteren Liveauftritten.

Sonntag, 18. Juli 2010

18. VOLKER: Travis Oberg - Bloodlines

Platz 18:
TRAVIS OBERG - BLOODLINES

Mit 106 Punkten erreicht in diesem Jahr Volker mit Platz 18 zum ersten mal die Top 20!
Auch zu diesem Titel habe ich aber leider kein Video finden können oder nähere Informationen zu Travis Oberg.
Aber es lohnt sich auf jeden Fall auch hier mal auf der Bandhomepage vorbeizuschauen und dort noch weitere Songs von Travis Oberg anzuhören.
http://travisoberg.com

Samstag, 17. Juli 2010

19. ALENA: Rathbone - Fourteen Days

PLATZ 19:
ALENA: Rathbone - Fourteen Days (104 Punkte)


Mit 104 Punkten erreicht in diesem Jahr Alenas Abgabe "RATHBONE – FOURTEEN DAYS" Platz 19.
Leider gibt es hierzu (oder zu irgendeinem anderem Song von RATHBONE) kein Video - wer eines findet bitte her damit!

Aber es lohnt sich auf jeden Fall mal auf der Bandhomepage vorbeizuschauen und dort neben News ein paar andere Songs von RATHBONE anhören zu können.
http://www.rathbonemusic.com/

Donnerstag, 15. Juli 2010

20. KATI: Metric - Help I'm Alive

PLATZ 20:
KATI: Metric - Help I'm Alive (103 Punkte)


Metric ist eine kanadische Rockband. Sie wurde 1998 in New York City (USA) gegründet. Die Gruppenmitglieder haben im kanadischen Toronto ihren derzeitigen Hauptwohnsitz.
Die Band spielt seit der Gründung in derselben Formation. Mitglieder sind Emily Haines (Gesang), James Shaw (Gitarrist), Josh Winstead (Bass) und Joules Scott-Key (Schlagzeug).
Während die Gruppe in den USA und in Kanada sehr bekannt ist und vor einem entsprechend großem Publikum auftritt, sind Metric in Europa weniger bekannt. Einen der größten Auftritte vor Publikum erlebte Metric im Januar 2006 als Vorgruppe der Rolling Stones. Ihr im Oktober 2005 erschienenes Album Live it Out gewann den Polaris Music Prize 2006.
Mit Monster Hospital hatten sie 2006 sogar einen Single-Erfolg in Großbritannien.
Den nächsten großen Durchbruch könnte die Band durch ihren Song „Eclipse (All Yours)“ haben, denn dieser ist einer der Songs auf dem Soundtrack von „The Twilight Saga - Eclipse“.
We wait and see...

Dienstag, 13. Juli 2010

RST 2010: DIE PLÄTZE 40-21



Nun geht’s also endlich los; schreiten wir ohne große Umschweife zur Bekanntgabe der Plätze 40-21:

40. SUSANNE: Supreme Beings of Leisure – Mirror – 18 P.
39. MARC B.: Ivri Lider – Bo – 39 P.
38. LARS: Spiritual Beggars - Killing Time – 41 P.
37. SANDRA W.: Sophia - Reprise Crescendo – 44 P.
36. BASTIAN: The Bates – Billie Jean – 51 P.
35. CHRISSY F.: Cristin Claas – Flug der Liebe – 52 P.
34. ULLI: Boyz Noise – Kontact Me – 53 P.
33. MATTHIAS: Toad The Wet Sprocket – Walk On The Ocean – 56 P.
32. CHRISTIAN: The Jinx – Trip To The Stars – 57 P.
31. MARC R.: Medienkommender Telegruppe – Trend – 69 P.
30. UWE R.: Cast Of Rent: Seasons Of Love – 71 P.
29. ANNABELL: Patrick Wolf – Hard Times – 72 P.
28. THOMAS: Mike Lindup – Life Will Never Be The Same – 76 P.
27. CHRIS: Live – Lightning Crashes – 77 P.
26. MARTIN R.: Utah Saints – Something Good (High Contrast Mix) – 78 P.
25. HRISTENA: New Order – 60 Miles An Hour – 87 P.
24. ILKA: Frank Turner – The Road – 91 P.
23. RENA: Rhythms del Mundo - Smells Like Teen Spirit – 95 P.
22. ROBERT: Hockey – Wanna Be Black – 97 P.
21. TILL: Owl City – Fireflies – 102 P.

Stay Tuned – ab morgen gehts weiter mit Videos und Randinformationen zu den Top 20!

Donnerstag, 8. Juli 2010

...noch dreimal schlafen...

...oder so ähnlich...

Ihr Lieben,
momentan kann ich leider nur von der Schule (und da halt nur in den Pausen) oder via Handy auf das Internet zugreifen. Mein besonderer Dank geht an dieser Stelle ganz besonders an die zwar freundlichen, aber ansonsten leider eher verstrahlten Mitarbeitern der Telekom. Ohne deren tatkräftige Unterstützung hätte ich diese große Verzögerung wohl nicht hinbekommen. Danke!
Aber er gibt nun tatsächlich Hoffnung, dass ich nun ab dem Wochenende doch wieder online gehen kann. Und dann gibt es natürlich auch schnellstens das Ergebnis hier und in der Facebook-Gruppe zum nachlesen.

Also Daumendrücken und die Vorfreude langsam wieder anheizen. Es könnte bald soweit sein!

Lieben Gruß
Manuel

Freitag, 21. Mai 2010

Letzter Aufruf!

So ihr lieben,

leider sind noch nicht wirklich viele Bewertungen eingegangen (noch nichteinmal die Hälfte).
Bitte noch schnellstens versenden, da wir zur Zeit ein ganz enges Feld haben (momentan 2 Titel auf Platz 1), warte ich gerne noch ein paar Tage auf die restlichen Votes.

Aber nun zack-zack!

Freitag, 12. März 2010

Das große ABER...

...so, alle CDs sind gebrannt, leider gibt es aber auch ein ABER: Es gab keine DoppelCD-Hüllen mehr - sie sind bestellt und sobald ich Sie habe, gehen die CDs raus und das Warten für Euch hat ein Ende.
Ich persönlich habe übrigens in diesem Jahr einige Probleme, da ja nur 15 Songs Punkte erhalten dürfen... Ich hoffe Euch geht es ähnlich...

Und jetzt viel Spaß beim deutschen Vorentscheid zum EUROVISIONSSONGCONTEST, den ihr ja bestimmt auch alle verfolgt, gell?

Lieben Gruß
Manuel

PS: Alle die die CD zugeschickt bekommen müssen, bitte nochmal die Adresse geben!!!!

Samstag, 9. Januar 2010

DIE FROHE KUNDE - ES GEHT WEITER:

Der 6. RST-SONGCONTEST 2010 ist eröffnet!

Nach dem ziemlich verkorksten Wettbewerb im letzten Jahr (auch wenn es natürlichen einen würdigen Sieger gab... :-)...), gibt es in diesem Jahr allerdings betonfeste Regeln, die in keinem Fall gebeugt werden, um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten. Also, legen wir los:

1. DER RST-SONGCONTEST BLEIBT NATÜRLICH UNKOMMERZIELL
Die Teilnahme kostet weiterhin kein Geld, wer möchte kann mir aber natürlich etwas geben/mir helfen (CD-Rohlinge, CD-Hüllen, helfen beim brennen, etc...)

2. DER RST-SONGCONTEST SOLL SPAß MACHEN!
Im Vordergrund des ganzen Wettbewerbs steht der Spaß und die Lust, neue Musik kennen- und Lieben zu lernen.

3. TERMINE & TITELAUSWAHL:
Alle die mitmachen möchten (ja, ihr könnt auch gern all eure Freunde und Bekannte dazu bewegen teilzunehmen), müssen mir bis zum
2. Februar 2010
(Beginn der deutschen Vorentscheidung "Ein Lied Für Oslo") einen Titel einreichen (entweder per Mail an: tagdieb@gmx.de, über Facebook (Gruppe "RST-SONGCONTEST"), mein- oder studiVZ, persönlich oder telefonisch). Dieser Titel darf nicht länger als 7 Minuten sein und bei Abgabe bisher nicht in den deutschen Top 20 (media control) aufgeführt worden sein, unterliegt aber ansonsten keinen Einschränkungen. Sollte ich nicht selber an den Titel herankommen können, muss er mir natürlich gegeben werden können. Sollten wieder soviele Titel abgegeben werden, so dass eine Doppel-CD damit voll ist (also ca. 40-42 Songs), können keine weiteren Songs mehr teilnehmen.
Eine Bitte allerdings: Da sich der Wettbewerb erhofft, möglichst viele neue und unbekannte Musik zu vermitteln und bekannter zu machen, würde ich mich freuen, wenn sich dieser Anspruch auch bei den Abgaben wiederspiegelt.

Bis spätestens
12. März 2010
werden alle Mitspieler eine CD, bzw. Doppel CD mit allen Abgaben erhalten. Jeder Mitspieler verpflichtet sich, diese ausreichend zu hören, damit er anschließend die einzelnen Songs im Grand Prix-Verfahren bepunkten kann. Zum ersten Mal wird der CD ein Abstimmzettel beiliegen, alle Mitspieler können aber auch die oben angesprochenen Kanäle für die Punkteabgabe nutzen. Diese Punktabgabe muss mich bis spätestens
15. Mai 2010
erreichen.
Zwischen dem 25. und dem 29. Mai (Halbfinals und Finale des Eurovision SongContest 2010) wird das Ergebniss des 6. RST-SONGCONTEST 2010 auf diesem Blog bekanntgegeben.
Der Gewinner erhält neben ewigem Ruhm einen Pokal, der ihn ewig an seinen Gewinn erinnern wird.
Und nun los - ich bin gespannt!
Manuel
PS: Leider mußte ich meinen PC komplett räumen, somit habe ich keine Emailadressen mehr aus dem letzten Jahr. Deshalb bitte alle auf den Start hinweisen! Danke